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Liebe Storchenfreunde,

Nach 8 Jahren ist endlich wieder ein Jungstorch im Markt Schwabener Horst.

Vorausgegangen war eine massive Störung im Jahr 2014.

Das ehemalige Volksschulhaus und anschließend Herberge des Kindergartens „Vorschule e.V.“ bedurfte einer umfassenden Renovierung, in der auch der Landesbund für Vogelschutz wegen des Storchenhorstes miteinbezogen war.

Der Zeitplan die Sanierungen auf dem Dach bis Februar 2014 abzuschließen war eingehalten worden und wie seit 20 Jahren gewohnt, waren die Störche eingetroffen und bereits mit Brüten beschäftigt, als ein für die Innenrenovierung zuständiger neugieriger Arbeiter über ein Dachfenster ausstieg, um die Störche aus der Nähe zu betrachten. Das Storchenpaar flüchtete und hatte das Sicherheitsvertrauen in den Horst verloren.

Nun war 2022 endlich ein Storchenpaar so standhaft den Horst gegen andere Störche zu verteidigen und es steht nun wenigstens ein Jungvogel im Horst, worüber sich nicht nur die Kindergartenkinder freuen. Einen Tag nachdem LBV-Storchenexperte Richard Straub den Jungvogel fotografiert hatte, kam am 05.08.2022 ein Anruf vom Ordnungsamt Markt Schwaben, dass ein toter Storch im Moos liegt.

Jungstorch Markt Schwaben 4.8.2022

Jungstorch in Markt Schwaben 4.8.2022

Das Schwabener Moos ist Nahrungshabitat für das Storchenpaar in Siggenhofen, Forstinning und die Schwabener. So war die Anspannung groß, welcher Storch es wohl wäre? Tragischer weise fehlt seit einigen Wochen ein Brutstorch in Siggenhofen, wodurch die Jungen eingegangen sind und nur noch der verbliebene Partner sporadisch im Horst zu sehen ist. Wäre also der verbliebene Storch das Todesopfer, würde es um den Bestand in Siggenhofen düster aussehen. Es könnte aber auch ein Storch aus Forstinning sein, wo einer von zwei Jungstörchen noch lebt und nun große Probleme wären. Gleiches gilt für die Schwabener.

Toter Storch gerissen im Schwabener Moos 5.8.2022

Gerissener Storch im Schwabener Moos 5.8.2022

Anhand der Beringung stellte sich jedoch heraus, dass es ein ziehender Storch aus der Schweiz war und die umliegenden Storchenhorste nicht betroffen sind. Die beiden Mitarbeiter des Ordnungsamtes erkannten auch die Rissverletzungen um Brustbereich. Der Verdacht liegt nahe, dass ein freilaufender Hund, oder besser dessen Halter verantwortlich ist. Dieses Jahr sind auch bereits Rehkitze und ein Fasan im Moos gerissen worden. Obwohl über Informationstafeln und Flyer die Besucher auf die wilde Natur im Moos hingewiesen werden, interessiert dies nicht alle Leute.

Zum wiederholten Mal bittet der LBV die Moosbesucher sich an diese Regeln zu halten.

Der LBV möchte Anzeige erstatten und bitte entsprechende Beobachtung mitzuteilen.

Ihr Markt Schwabener Storchenteam